Am 15. Oktober 2025 nahm ich im Büro der Initiative Zero Project an einer Round-Table-Diskussion über Jobchancen für Menschen mit Behinderungen teil. Mit diskutiert haben Martin Zach (Sozialministerium), Michaela Mallinger (WAG Assistenzgenossenschaft), Werner Rosenberger (Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen) und Johannes Kopf (Arbeitsmarktservice AMS). Die Diskussion wurde von Karin Praniess-Kastner moderiert.
Im Magazin „Beschäftigung“ der Tageszeitung „Die Presse“ wurde am 3. Dezember 2025 anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen ein ausführlicher Bericht über die Round-Table-Diskussion veröffentlicht.
Hier ein Zitat von mir aus der Diskussion, das man auch in diesem Bericht nachlesen kann: „Klar ist: Leben mit Behinderung ist nichts für Weicheier – entschuldigen Sie die direkte Ausdrucksweise. Wir alle, die wir mit einer Behinderung leben, mussten Eigenschaftaften und Fähigkeiten entwickeln, die – wenn man weiterdenkt – am Arbeitsplatz viel wert sind. Sie haben schon einige genannt. Wir haben gelernt, uns durchzubeißen, mit kargen Ressourcen auszukommen und unter widrigen Umständen Aufgaben zu erfüllen. Viele Menschen mit Behinderungen mussten mit Krisen umgehen lernen, ihr Leben neu zusammensetzen. Um die Fähigkeiten, die man dabei erwirbt, zu erlangen, zahlen andere viele teure Seminare. Wir aber sind Tag für Tag gezwungen, uns damit auseinanderzusetzen, weil wir sonst unser Leben nicht führen könnten. Vielen Firmen, aber auch vielen Menschen mit Behinderungen selbst ist nicht bewusst, welcher Schatz das ist. Darüber hinaus muss man sagen: Menschen mit Behinderungen sind Experten für ihre Lebenssituation. Wir wissen, wie ein Gebäude, das wir nutzen wollen, aussehen soll. Wir wissen, welches touristische oder kulturelle Angebot passend wäre.“

